HV 2016

20. ordentliche Hauptversammlung der SVP Kaltbrunn

 

 

 

 2. März 2016

 

 

 

Am 2. März 1996, also vor genau zwanzig Jahren, wurde die Ortspartei SVP-Kaltbrunn gegründet. Unter dem Vorsitz des damaligen Kreisparteipräsidenten Paul Meier, Ernetschwil trafen sich fast dreissig Gleichgesinnte im Restaurant Dorfbrücke. Prominente wie Albert Schwarzmann, SVP Kantonalpräsident in Gesellschaft seiner Ehegattin,  und der junge Neo-Nationalrat Toni Brunner, wohnten dieser denkwürdigen Versammlung bei.

 

Zum ersten Vorstand der SVP Ortspartei Kaltbrunn wurden folgende Personen gewählt; Pius Broger, damaliger Gemeindeschreiber von Kaltbrunn, als Präsident, Marianne Steiner als Protokollführerin, Kurt Brunner als Kassier, Erika Pauli und Andi Rechsteiner als Beisitzer.

 

 

 

Mit diesen Worten eröffnete der Präsident, Ernst Frischknecht, die zwanzigste ordentliche Mitgliederversammlung der SVP Kaltbrunn im „Chalet“ des Restaurant Löwen in Fischhausen

 

in Kaltbrunn. Anwesend waren 26 Mitglieder, darunter die gewählten Kantonsräte vom vergangenen Wochenende, Marianne Steiner und Bernhard Zahner, sowie die Gäste Markus Schwizer, Gemeindepräsident, Urs Schnyder, Gemeinderat und die zwei Jugendarbeiter Stephanie Jöhl und Raffael Sarbach.

 

 

 

Im Jahresbericht von Ernst Frischknecht macht er Aussagen (Auszug), die unser Wirken in der Vergangenheit wiedergeben:

 

Die Anfangszeit unserer Ortspartei kann man sicherlich als etwas turbulent bezeichnen.

 

Nichts destotrotz, behaupte ich, hat sich das Kind bis heute gut entwickelt.

 

Wir dürfen über das Erreichte der letzten zwanzig Jahre stolz sein.

 

In der kürzeren Vergangenheit ist das sicher die Mobilisierung der Bevölkerung zur Ablehnung der Fusion mit den umliegenden Gemeinden. Auch der Anstoss der SVP zur Änderung der Führungsstruktur an der Schule, welcher schliesslich darin gipfelte, dass das Gremium Schulrat überflüssig wurde.

 

Wenn ich rückwärts schaue, dann fällt auf, dass wir eigentlich gar nichts Spezielles vollbracht haben. Wir haben nur das gemacht, was nach unserer Auffassung die Kernaufgabe einer Ortspartei ist. Was die Einwohner von Kaltbrunn beschäftigt, steht in keiner Zeitung, man muss den Leuten zuhören und mit ihnen sprechen.

 

Unser Vorteil, die SVP tritt nicht nur alle vier Jahre vor den Wahlen in Erscheinung, nein wir sind auch zwischen den Wahlen aktiv.

 

Wir sind eine Gruppe politisch interessierter Einwohner von Kaltbrunn. Im Vordergrund steht keineswegs der Eigennutz, wir alle hier wohnen gerne in diesem schönen Dorf, uns interessiert die Entwicklung von Kaltbrunn. Wir können nichts direkt beeinflussen, können aber für oder gegen Etwas einen Antrag stellen, und auch dementsprechend uns dafür stark machen. Das ist Basis-Demokratie, so sollte es sein. Sehr vieles liegt nicht in unserer Hand, aber auch nicht mehr in der Hand der Gemeindebehörde. St. Gallen bestimmt, heisst es dann.

 

Aber auch ortsansässige Firmen und Institutionen wie die EVK üben ihren Machtanspruch mehr oder weniger offen aus. Die Energieversorgung (Strom, Gas) und das einzige Einkaufszentrum mit den umliegenden Gebäuden mit Grundversorgungcharakter (Bäckerei,  Metzgerei ,Bank, Post, Ärzte, Detailhandel Lebensmittel und Cafe) sind im Besitz dieser privatrechtlichen AG. Das ist eine Machtkonzentration, welche nicht unterschätzt werden darf. Wer im VR dieser AG Einsitz begehrt muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es ist sicher kein Nachteil, wenn man nicht in der SVP ist.  Die EVK AG selbst bestimmt darüber, wer auf ihrem Grundstück, an der einzigen publikumswirksamen Stelle im Dorfkern, für oder gegen Etwas ein paar Unterschriften sammeln darf.

 

Nur sollte man sich immer wieder vor Augen führen, dass grundsätzlich die politische Gemeinde für die Grundversorgung der Bevölkerung mit Energie und andern wichtigen Gütern verantwortlich ist.

 

 

 

Was wäre wohl, wenn diese Sparte nicht so ertragreich wäre und die Aktionäre der EVK keine schönen Dividenden ausbezahlt bekämen.

 

Nach wem würde wohl gerufen, wenn die Versorgung mit Energie nicht mehr klappen würde?

 

Ist dieses Gebaren vereinbar mit unserem Demokratieverständnis?

 

 

 

 

 

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Zum geschäftlichen Teil der Mitgliederversammlung.

 

Dank der sorgfältigen Vorbereitung aller Geschäfte durch den Vorstand, wurden das Protokoll der HV vom letzten Jahr, der Jahresbericht des Präsidenten und die Anträge der Revisions-Stelle einstimmig und ohne Wortmeldung „durchgewunken“.

 

2016 ist ein Wahljahr, auch in unserer Ortspartei. Alle 6 Bisherigen Mitglieder im Vorstand:

 

Sonja Bachmann, Daniela Fäh, Urs Eberhard, Ruedi Gmür, Fredy Roos und Roli Rutz werden von den Anwesenden einstimmig wieder gewählt für weitere vier Jahre.

 

Der Präsident, Ernst Frischknecht, hatte sich schon verschiedentlich geäussert, dass er sich zurückziehen möchte. Der Vorstand und auch die Versammlung ist da ganz anderer Meinung, und spricht auch ihm, mit einem tosenden Applaus, und einstimmig, das Vertrauen aus.

 

Die Revisions-Stelle wird heute Abend neu besetzt. Willi Hager war Mitglied der Kommission seit dem 20. Februar 1998. Paul Brunner seit dem 12.Mai 2004. Der Präsident verabschiedet Willi Hager und Paul Brunner gebührlich mit einem schönen Präsent und dankt ihnen in angemessenen Worten für die langjährige und pflichtbewusste Arbeit.

 

 

 

Manuel Fritschi, Dominik Fuchs, Benjamin Gmür und Bernhard Zahner heissen die vier jungen Männer, welche sich auf einen Aufruf im Kreis der Mitglieder meldeten, für das Amt als Revisor bei unserer Geschäfts-Prüfungs-Kommission. Nach einer kurzen Vorstellung werden alle vier ohne Diskussion von der Versammlung einstimmig in Ihr Amt gehievt.

 

Das ist ganz im Sinne des Vorstands; aktive Nachwuchsförderung!

 

 

 

Beim letzten Traktandum, allgemeine Umfrage meldet sich der Gemeindepräsident Markus Schwizer zu Wort. Er ist des Lobes voll über die politische Arbeit unserer Partei. Er würdigt die konstruktive und kritische Haltung des SVP Vorstands unter der Leitung von Ernst Frischknecht und seinem Vize Ruedi Gmür. Es sei ein interessantes Arbeiten mit der SVP, da Sachpolitik betrieben wird, und nicht Parteipolitik.

 

Besonders erwähnt der Gemeindepräsident unsere, im Nachhinein gesehen, sehr gut durchdachte Vorgehensweise zum Anstoss der Überprüfung der Führungs-Struktur an der Schule Kaltbrunn.

 

Markus wünscht sich in diesem Sinne einen fortwährenden und zielführenden Dialog in der künftigen Arbeit mit der SVP. Zur Freude aller Anwesenden teilt er uns mit , dass die politische Gemeinde Kaltbrunn die Kosten für den kredenzten Apero zu Beginn dieser Veranstaltung übernimmt.

 

 

 

Marianne Steiner, unser Ehrenmitglied, und mit einem Spitzenresultat wiedergewählte Kantonsrätin, bedankt sich rundum für die aktive Beteiligung der SVP Kaltbrunn bei den Wahlen vom 28. Februar.

 

Im Gegenzug überraschen wir Marianne mit einem Blumengesteck und danken ihr für eine zwanzig Jahre dauernde aktive Mitgliedschaft in unserer Ortspartei.

 

 

 

Im zweiten Teil des Abends stellen sich die beiden Jugend-Sozial-Arbeiter Stephanie Jöhl und Raffael Sarbach  vor.

 

Anhand einer Power-Point-Präsentation und den ergänzenden Erklärungen erfahren die Anwesenden den Sinn und Zweck ihrer Anstellung durch die Gemeinden Kaltbrunn und Benken. Die vielen Fragen aus dem Publikum werden kompetent und ausführlich beantwortet. Wichtig festzuhalten ist folgendes: die beiden haben keine polizeiliche Funktion. Die Jugendarbeit Kaltbrunn/Benken ist ein ergänzendes Angebot zu den bestehenden Einrichtungen der Schule und Kirchen, finanziert wird das Ganze in einer dreijährigen Versuchs-Phase von den beiden oben genannten politischen Gemeinden.  

 

 

 

 

 

 

 

RG 08/03/2016

 

Fotos HV 2016

Auszüge aus der Präsentation der beiden Jugendarbeiter Stephanie Jöhl und Raffael Sarbach